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Das NAVSTAR GPS (NAVigation System with Time And Ranging Global Positioning System) wird vom amerikanischen Verteidigungsministerium betrieben und stellt die wohl universiellste Form der Ortsbestimmung dar. 24 Satelliten, die auf genau vorberechneten Bahnen 2 mal am Tag die Erde in rund 20.000 km Höhe umkreisen, senden ununterbrochen Datensignale zur Erde. Aus den empfangenen Daten ermittelt jedes GPS-Gerät die Koordinaten und Höhe seines Standortes in einem standardisierten Koordinatensystem (WGS 84 – World Geodetic System 1984). Abhängig von der Methode und den eingesetzten Geräten lassen sich Genauigkeiten zwischen wenigen mm und 10 – 20 m erreichen. Voraussetzung ist jeweils ein ungehinderter Empfang der Signale von mindestens 4 Satelliten (3 Satelliten bei bloßer Lagebestimmung).

Dementsprechend breit ist auch das Anwendungsspektrum:

Methode und Empfängertyp

Preis

Genauigkeit

Positionsbestimmung mit einfachen GPS –Empfängern

(ab €    200,-)

10 m - 20 m

Differentielles GPS mit zusätzlichen Korrekturdaten

(ab €  1.000,-)

0,5 m - 1,5 m

Relativmethode mit (mindestens 2) „High-End-Geräten“

(ab € 12.000,-)

5 mm - 3 cm

GPS wird seit Jahren bei Festpunkt- und Grenzpunktbestimmungen eingesetzt, wobei wegen der notwendigen Genauigkeit nur Präzisionsgeräte („High-End Geräte“) verwendet werden. Um genaue Ergebnisse im Landeskoordinatensystem zu erlangen, sind noch entsprechende Transformationsberechnungen unter Einbeziehung der nächstliegenden Festpunkte notwendig.

Neben dem amerikanischen NAVSTAR GPS betreibt auch Russland unter der Bezeichnung GLONASS (Global Navigation Satellite System) ein gleichartiges, militärisches Navigationssystem. Die EU beschloss im Mai 2003 den Aufbau eines eigenen, zivilen  satellitengestützten Navigationssystems GALILEO, das voraussichtlich 2010 zur Verfügung stehen wird.

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