Vermessung

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Unter Vermessung (Geodäsie) wird die messtechnische Erfassung der Erdgeometrie und aller Details auf und unter der Erdoberfläche verstanden, seien es natürliche oder vom Menschen geschaffene Gegebenheiten. Je nach konkreter Aufgabenstellung kommen terrestrische Methoden, Fernerkundung aus Flugzeugen oder Satelliten bzw. GPS zum Einsatz. Die Darstellung in Plänen, Bildern oder Zahlenwerken gestattet es, die Form der Erdoberfläche, die Größenverhältnisse und die gegenseitige Lage von Dingen auf ihr zu erkennen und dokumentieren. Damit stellt die Vermessung die notwendigen räumlichen Grundlagen für jede ordnende und planende Tätigkeit des Menschen zur Verfügung.  

Die Landesvermessung ihrerseits ist vor allem für die Dokumentation der Bodennutzung und Eigentumsverhältnisse an Grund und Boden verantwortlich; darunter sind Tätigkeiten für die  

  • Bestimmung und Erhaltung des amtlichen Festpunktfeldes (Lage und Höhe),
  • Dokumentation der Grundstücksgrenzen (Umwandlung in den Grenzkataster),
  • Erstellung von Teilungsplänen zur Änderung von Grundstücksgrenzen und zur
  • Bestimmung oder Rekonstruktion unkenntlicher/strittiger Grenzen.
  • Herstellung und Aktualisierung topographischer (Land)Karten und Pläne,

zu verstehen.  

Nach heutigem technologischen Standard werden Karten und Pläne sowohl in analoger Form (Papierpläne) wie auch digital in den verschiedensten Formaten, als CAD – Pläne ebenso wie in Geographischen Informationssystemen (GIS) erstellt und genutzt. Jede solche räumliche Dokumentation hat langfristigen Charakter: Ebenso wie wir heute auf teilweise über hundert Jahre alte Vermessungsergebnisse zurückgreifen, werden aktuelle Vermessungsdaten auch noch in vielen Jahrzehnten als Beweisgrundlage verschiedenster technischer und rechtlicher Fakten dienen. Dementsprechend hoch ist der Anspruch auf objektive, nachvollziehbare und schlüssige Dokumentation räumlicher Tatbestände.  

Die erforderliche Qualifikation zur Berufsausübung in verantwortlicher Position erreicht man durch ein 10 semestriges Diplomstudium an einer Technischen Universität – Studienrichtung Vermessungswesen und Geoinformation. Der Beruf selbst kann sowohl freiberuflich (Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen oder als dessen Mitarbeiter) wie auch als Bediensteter öffentlicher oder privater Unternehmen ausgeübt werden (Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Landesregierungen, Baufirmen etc.).

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