Wohnungs- oder Mieteigentum

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Im Grundbuch (am Grundbuchauszug links oben) kann man sehen, ob auf der Liegenschaft schon Wohnungseigentum besteht. Ist dort nicht „Wohnungseigentum“ vermerkt, kann man (vorerst) nur „schlichtes“ Miteigentum kaufen. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Besondere vertragliche Vereinbarungen können dafür sorgen, dass schlichte Miteigentümer eine ähnliche Rechtsstellung erhalten wie „echte“ Wohnungseigentümer. In der Praxis legen die Verkäufer jedoch oft Verträge vor, die die Miteigentümer erheblich benachteiligen.  

Einräumung von Wohnungseigentum

Problematisch ist es zum Beispiel, wenn Miteigentumsanteile an einer Liegenschaft verkauft werden, aber laut Grundbuch noch kein Wohnungseigentum besteht und im Vertrag auch keine ausdrückliche Zusage zur Einräumung von Wohnungseigentum vereinbart wird.

Achtung

Auch wenn vertraglich Benützungsrechte an einer bestimmten Wohnung vorgesehen sind, gilt das nicht als ausdrückliche Zusage zur Einräumung an Wohnungseigentum!

Zustimmung aller Miteigentümer

Wird Wohnungseigentum verkauft, wenn es noch gar nicht besteht,  müssen alle Miteigentümer der Begründung von Wohnungseigentum einheitlich zustimmen. Das heißt: Wenn ein einzelner Miteigentümer als Verkäufer bzw. Wohnungseigentumsorganisator auftritt und dem Käufer zusagt, ist das nicht bindend. Nur wenn alle Miteigentümer sich ebenfalls vertraglich dazu verpflichten, kann Wohnungseigentum begründet werden.

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